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Freitag, 3. Juli 2009

L’Aquila kommt kurz vor dem bevorstehenden G8-Gipfel nicht zur Ruhe: Zwei Beben erschütterten heute Morgen erneut die Abruzzen-Hauptstadt

Weniger als eine Woche vor dem G8-Gipfel in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila vom 8. bis 10. Juli 2009 ist die Region erneut von zwei Beben erschüttert worden.

Drei Monate nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen, bei dem Anfang April fast 300 Menschen gestorben sind, haben heute Morgen zwei neue Erschütterungen L’Aquila in Angst und Schrecken versetzt.
Kurz vor zwölf Uhr Mittag erschütterte ein Beben mit einer Stärke von 3,6 die Gebiete Collimento, Villagrande und L’Aquila. Eine zweite Erschütterung um kurz nach 13.00 Uhr erreichte hingegen eine Stärke von 4,1 teilte der italienische Katastrophenschutz mit.
Nach Informationen der italienischen Presseagentur Ansa stürzten beim Beben von heute mit Epizentrum L'Aquila, Pizzoli und Barete keine Gebäude ein, auch Menschen wurden nicht verletzt.

Das G8-Gipfeltreffen, das ursprünglich auf der Insel La Maddalena auf Sardinien angesetzt war, wurde Ende April 2009 überraschend nach L’Aquila verlegt, um dem geschundenen Abruzzen nach dem Erdbeben zu neuem Auftrieb zu verhelfen.

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Mittwoch, 17. Juni 2009

G8-Gipfel in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila: Passkontrollen bei Einreise nach Italien

Die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT teilte heute mit, dass wegen des bevorstehenden G8-Gipfels in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila vom 8. bis 10. Juli 2009 das Schengener Abkommen für Ein- und Ausreisen nach bzw. aus Italien aufgehoben wird.
Vom 28. Juni bis 15. Juli. 2009 müssen Reisende aus Gründen der Sicherheit sich darauf einstellen, Italienweit an den Passkontrollstellen gültige Personalausweise bzw. Reisepässe vorzuzeigen.

Das G8-Gipfeltreffen, das ursprünglich auf der Insel La Maddalena auf Sardinien angesetzt war, wurde Ende April 2009 überraschend nach L’Aquila verlegt, um dem geschundenen Abruzzen nach dem Erdbeben zu neuem Auftrieb zu verhelfen.

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Montag, 25. Mai 2009

Silvio Berlusconi zu Sardinien vor den Europawahlen: Neue Straßen und kein Atomkraftwerk auf der Insel

Kurz vor den Wahlen zum europäischen Parlament am 6. und 7. Juni hat der italienische Ministerpräsident am vergangenen Wochenende zahlreiche Regionalmedien zum Interview gebeten. Am morgigen Dienstag wird ein Exklusiv-Interview des Ministerpräsidenten auf dem regionalen TV-Kanal Videolina ausgestrahlt, in dem sich Berlusconi vor allem zu Sardinien-Themen äußert.
Wie die Online-Ausgabe der konservativen Tageszeitung L’Unione Sarda heute vorab berichtet, verspricht der Premier die Schnellstraßen Olbia-Sassari und Olbia-Santa Teresa Gallura so schnell wie möglich fertig zu stellen. Außerdem sprach sich Berlusconi dagegen aus, auf Sardinien ein Atomkraftwerk zu bauen. Mehrere Medien hatten in den letzten Wochen berichtet, die Regierung in Rom prüfe, auf Sardinien einen Kernreaktor zu errichten, weil die Insel als besonders erdbebensicher gilt.
Bereits vor Wochen hatte Berlusconi den Sarden versprochen, zahlreiche Gipfeltreffen und Staatsbesuche nach La Maddalena zu bringen. Denn völlig überraschend hatte er Ende April verkündet, den für Juli auf La Maddalena geplanten G8-Gipfel in das mittelitalienische L'Aquila zu verlegen.

Zahlreiche Gerüchte und Skandale umgeben derzeit den Privatmann Silvio Berlusconi. Neben einem Bestechungs- und Justizskandal sorgt derzeit vor allem sein Privatleben für Furore. Gerätselt wird, ob Berlusconi eine Affäre mit einem 18-jährigen Mädchen aus Neapel oder mit deren Mutter hatte. Der Ex-Freund der Neapolitanerin hatte am Sonntag der linksliberalen Tageszeitung "La Repubblica" berichtet, dass das Mädchen den Premierminister des öfteren in dessen Villa auf Sardinien getroffen hatte. Berlusconi hat nördlich von Olbia mehrere private Anwesen und ist häufig am Wochenende auf Sardinien zugegen.

Die politischen und privaten Skandale der schillernden Persönlichkeit Berlusconis dürften aber kaum negativen Einfluss auf das sardische Wahlergebnis zu den Europawahlen haben. Erst bei den Regionalwahlen im Februar hatte die Berlusconi-Partei „Popolo delle libertá“ eine stabile Parlamentsmehrheit eingefahren und stellt fortan den sardischen Präsidenten.
Sardinien schickt zusammen mit Sizilien, die zusammen den Wahlkreis Italia Insulare bilden, insgesamt neun Volksvertreter nach Straßburg.
(Foto: Presidenza delle Repubblica/Wikimedia)

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Freitag, 24. April 2009

G8-Gipfeltreffen in L’Aquila – die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien befürworten den Umzug des Treffens von Sardinien in die Abruzzen

Nach Informationen der italienischen Presseagentur Adnkronos befürwortet die amerikanische Regierung die Verlegung des G-8-Gipfels von Sardinien in die vom Erdbeben verwüstete Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila. Aus italienischen Diplomatenkreisen in Washington hieß es gestern Nacht, die Haltung der Amerikaner sei positiv.
Auch Lynn Eccles, Sprecherin der Dowing Street sagte gestern Abend: „Die Entscheidung den Gipfel zu Verlegen gebührt der italienischen Verwaltung. Großbritannien wird Italien in jeder Weise unterstützen.“
Aus Berlin hieß es hingegen, eine Stellungnahme gäbe es erst im Laufe des heutigen Briefings im Kanzleramt. Die Regierungen der anderen G8-Länder haben sich bisher noch nicht geäußert.

Um Kosten zu sparen und dem geschundenen Abruzzen zu neuem Auftrieb zu verhelfen, hatte Italiens Ministerpräsident Berlusconi gestern unerwartet angekündigt das Gipfeltreffen ins mittelitalienische Erdbebengebiet umziehen zu wollen. Mit dem Abzug von Sardinien sollen Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen und die Aufmerksamkeit der Welt in das Bebengebiet gelenkt werden.

In der Zwischenzeit hat ein weiteres Nachbeben die Abruzzen erschüttert. Die gestrige Erschütterung kurz vor Mitternacht hatte eine Stärke von 4,0 auf der Richter-Skala.

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Donnerstag, 23. April 2009

G8 in L’Aquila? Silvio Berlusconi will das Gipfeltreffen im Juli von La Maddalena abziehen

Der italienische Ministerrat von Silvio Berlusconi hat heute morgen auf einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, das geplante G8-Gipfeltreffen, das für Anfang Juli auf der sardischen Insel La Maddalena angesetzt war, in das Erdbebengebiet von L’Aquila zu verlegen. Berlusconi sagte heute in der mittelitalienischen Stadt: „Es wäre ein Zeichen in die richtige Richtung, das Treffen in L’Aquila abzuhalten“.
Allerdings müssen die acht Teilnehmerländer des Gipfeltreffens erst noch zustimmen. Amerikanische und andere Sicherheitsdienste sind seit Monaten in dem nordsardischen Inselarchipel La Maddalena unterwegs, um mögliche Sicherheitsrisiken abzuwägen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Die Entscheidung, den Gipfel der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen und Russlands auf La Maddalena abzuhalten, geht auf eine Entscheidung des ehemaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi vom Juni 2007 zurück. Die geplanten Investitionen in die Infrastruktur von La Maddalena sollten die wirtschaftlichen Ausfälle abfedern, die der Abzug der amerikanischen Truppen von den nordsardischen Inseln verursacht hat. Silvio Berlusconi, der auch schon mit dem Gedanken gespielt hat, den Gipfel in das im letzten Jahr von einer Müllkatastrophe geplagte Neapel zu verlegen, will mit dem Abzug des Gipfels von Sardinien nun Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen lassen und die Aufmerksamkeit der Welt in das mittelitalienische Erdbebengebiet lenken. Neuesten Meldungen zufolge wolle Berlusconi jedoch das G-8-Treffen der Umweltminister auf La Maddalena abhalten.

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Donnerstag, 9. April 2009

Erdbeben in den Abruzzen: Auch Sardinien hilft mit Solidarität und Hilfsgütern

Nach dem verheerenden Erdbeben in den Abruzzen am vergangenen Montag will auch die Region Sardinien dazu beitragen, die Not in der mittelitalienischen Krisenregion zu lindern. Regionalpräsident Ugo Cappellacci hat der Region Abruzzen die Solidarität der Sarden versprochen und eine Soforthilfe von 100.000 Euro zugesagt. Eine Eingreiftruppe des sardischen Zivilschutzes mit insgesamt 480 Helfern steht auf Abruf bereit. Die Sarden wollen mit Hundestaffeln, schwerem Räumgerät, Wassertransportern, Ambulanzen, Feldküchen und Stromgeneratoren helfen. Außerdem sollen die sardischen Universitäten Studenten der Universität von L’Acquila aufnehmen, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehen, um Ihnen einen reibungslosen Studienabschluss zu ermöglichen.

Sardinien selbst war von dem Erdbeben in Mittelitalien nicht betroffen. In Italien, das zu den geologisch aktivsten Ländern Europas gehört, stößt die afrikanische mit der eurasischen Platte zusammen. Sardinien gilt jedoch als weitgehend erdbebensicher. Vermutlich ist das geologische Deckmaterial der Insel besonders tief mit Richtung Erdmitte reichenden Gesteinsmassen verbunden.

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Freitag, 6. Februar 2009

Leichtes Erdbeben vor der Küste von Olbia: Sardinien gilt allgemein als erdbebensicher

Eine leichte Erderschütterung mit einer Stärke von 3,7 auf der Richter-Skala war am gestrigen Donnerstag, den 06. Februar 2009 in Nordsardinien zu spüren. Das Epizentrum des Bebens befand sich im Tyrrhenischen Meer, etwa 50 Kilometer vor Olbia. Auf Sardinien kamen weder Bevölkerung noch Gebäude zu Schaden.
Sardinien gilt allgemein als erdbebensicher. Anders als auf der Apenin-Halbinsel, wo die afrikanische und die eurasische Platte aufeinandertreffen, werden auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel allenfalls kaum wahrnehmbare Erdstöße registriert.

>> Erdbeben in Italien mit ständig aktualisierter Landkarte bei meteowebcam.it

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