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Mittwoch, 12. November 2008

Pans Erbe - Dokumentarfilm über einen Ziegenhirten auf Sardinien

Die Erstausstrahlung des deutschen Dokumentarfilms " Pans Erbe - Ein Ziegenhirte auf Sardinien" versucht, anhand des sardischen Ziegenhirten Antonello Salis, das Hirtenleben von heute, in einer Zeit des Umbruchs und des Wertewandels zwischen Tradition und Zukunft, kennen zu lernen und die Lebenshaltung und Weltanschauung des Hauptdarstellers darzustellen.

Der Film begleitet Antonello und beobachtet, wie er diesen Umbruch erlebt, dem er sich unter dem Einfluss von Politik und Gesetz nicht entziehen kann. Er besitzt in den Hügeln Südsardiniens einen einfachen Stall, der gemäß der gesetzlichen Vorschriften mit Melkmaschinen ausgestattet ist, die er jedoch nie benutzt. Er melkt seine 250 Ziegen von Hand und kennt sie sogar alle mit Namen. Seiner Meinung nach, können seiner Kollegen, die begonnen haben ihre Ziegen maschinell zu melken, diese gar nicht mehr auseinanderhalten.
Antonellos besonders intensive Beziehung zu den Tieren - wie von den Vorfahren ererbt - färbt auf alle seine Tätigkeiten ab: auf die Art, wie er Käse macht, schlachtet oder bei der Geburt der Zicklein hilft. Nicht zuletzt spiegelt sich die Nähe zur Tradition auch in Antonello Steinfriesen und Skulpturen wider, die Hirtentum und mythologische Themen umkreisen. In ihnen lässt sich Pans Welt der Ziegen und Hirten noch einmal erahnen.

Der 50jährige Antonello ist ausschließlich bei der Arbeit zu sehen. Für die ausgestrahlte Dokumentation ist seine Stimme untertitelt.

Sendetermin: Sonntag, 16.11., Dokumentation 00:00 - 01:00 Uhr, arte
>> Link zum Sendungstext bei arte.tv
>> Mehr zum Melken und zur Käseherstellung auf Sardinien
>> Informationen zur Schafschur

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Montag, 12. Mai 2008

Sardinien: Schafschur von Hand in verschiedenen Dörfern der Insel

Ab Mitte Mai bis Mitte Juni ist es notwendig die vielen Schafe auf Sardinien von ihrer Wolle zu befreien. In vielen Dörfer wird die Schafschur zum Fest, um Besuchern und Gästen die Kunst der traditionellen Schafschur näher zu bringen. Schafe scheren ist gar nicht einfach - auch wenn man nicht viel dazu braucht: scharfes Scherwerkzeug, festes Seil, Schleifstein, Jutesäcke und gute Laune. Da es am späten Morgen schon zu warm ist zum Scheren, treffen sich die Schäfer meist schon früh um 8:00 Uhr. Die Schafe sind friedlich, sie warten in einem eingezäunten Bereich in den sie nach dem Scheren wieder entlassen werden. Schon bald fahren die scharfen Scherwerkzeuge über Rücken, Bauch und Beine der Schafe. Alle lassen es geduldig zu, nur ab und zu hört man ein trauriges Mäh, wenn die scharfen Scheren in die Haut schneiden. Ist das letzte Schaf geschoren, beginnt das Fest. Die Sarden lieben den Trubel und die „Tosatura“ ist eine Zeit besonderer Freude. Zunächst wird herzhaft gegessen, später werden Spiele und Wettkämpfe ausgetragen. Viele dieser sardischen Bräuche, die auch andere Feste bereichern, sind von Generation zu Generation weitergegeben worden. Die wohl bekanntesten sind der Ringkampf und das Fingerspiel. Selbst die Kleinsten haben ihren Spaß damit.
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