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Freitag, 3. Oktober 2008
Sardinien, 26° Sagra della Polenta in Arborea
In Arborea, der landwirtschaftlich geprägten Kleinstadt inmitten der fruchtbaren Landschaft des Golf von Oristano, wird am 12. Oktober 2008 die 26° Sagra della Polenta gefeiert. Die Polenta ist nichts anderes als gekochtes und eventuell zusätzlich noch frittiertes Maismehl. Den Geschmack bekommt ein Polenta-Gericht von den zusätzlichen Zutaten wie verschiedene Käsesorten, Fleisch, Fisch, Milch oder Eier. Am zweiten Sonntag im Oktober präsentieren die Einwohner von Arborea ihren Gästen in einem kulinarischen Rundgang Polenta-Spezialitäten und sardischen Wein: Ab 12.30 Uhr öffnet der "Percorso Gastronomico Polenta e Vini Sardi" auf der Piazza Maria Ausiliatrice und vor der Grundschule. Um 16.30 Uhr geht es auf der Piazza Maria Ausiliatrice weiter mit Spezialitäten aus gekochter, gebratener oder frittierter Polenta. Ab 17.00 Uhr bietet die Band "Cantos e Ballos" von Cristina Fois einen fröhlichen Musikabend auf dem Dorfplatz.
Weitere Informationen: Associazione Turistica Pro Loco Arborea (Provinz von Oristano), Ufficio SUAP - Comune di Arborea, Email: commercio@comunearborea.it, Tel.: +39/0783/8033 201;
Sardinien, Archäologischer Fund bei Oristano - erste Ergebnisse deuten auf den Hafen von Tharros
Zwei italienische Forscherteams der Universitäten Cagliari und Sassari haben wahrscheinlich den alten Hafen von Tharros entdeckt. In der Provinz Oristano, etwa 90 km nordwestlich von der Inselhauptstadt Cagliari, fanden die Archäologen in den Gewässern der Mistras-Lagune einen vier Meter breiten und 100 Meter langen Mauerbau samt Hafenbecken, Uferbefestigungen und einen großen, 190 Meter langen Kai. Im Laufe der systematischen Uferbegehungen an der Sinis-Küste wurde auch eine 50 Meter lange Ein- und Ausfahrtzone sowie ein Strand mit zahlreichen Fossilien entdeckt. Die Forscher zeigten sich beeindruckt von dem Fund, warten aber auf erste Ausgrabungen, um die Ergebnisse ihrer Untersuchungen bestätigt zu sehen.
Die Ruinen der phönizisch-punischen Stadt Tharros liegen westlich von Oristano am Kap San Marco, ganz in der Nähe der neuen archäologischen Fundstätte. Zwischen dem elften und achten Jahrhundert vor Christus war diese Stadt bis in die späte römische Kaiserzeit eine reiche Handelskolonie, Hafenstadt und Festung.
Sardinien: Sagra della Zipola (Faschingsgebäck) in Narbolia
Im knapp 18 km von Oristano entfernt liegenden Dorf Narbolia wird am 24. Februar die „Sagra de Sa Zipua a Bentu“ gefeiert. Die Zipula ist ein zartes kringelförmiges Spritzgebäck und wird insbesondere während der Karnevalszeit gereicht wird. Die Feierlichkeiten beginnen gegen 16.00 Uhr. Auf einem kulinarischen Rundgang entlang der Via Regina Margherita werden Gäste und Besucher mit lokalen Zipulas verwöhnt. Ab 18.00 Pop sowie sardische Musik für Jung und Alt.
“Carnevale” auf Sardinien: Farbenfroh und fröhlich geht es in fast jeder Ortschaft der Insel vor Beginn der österlichen Fastenzeit zu. Meist bei strahlendem Sonnenschein ziehen die Akteure in ihren fantasievollen Kostümen spielend, tanzend, reitend, und musizierend durch die Straßen. Zum Beispiel in Mamoiada mit den Mamuthones und Issohadores. Seinen Höhepunkt erreicht der „Carnevale“ in der eigentlichen Fastnachtswoche vom „Fetten Donnerstag“ (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Mit dem „Fetten Donnerstag“ beginnt in den Städten der eigentliche Fasching mit seinen vielen Straßenumzügen. Am bekanntesten sind die Karnevals-Hochburgen Tempio Pausania, Oristano, Santu Lussurgiu, San Gavino, Bosa, Mamoiada, Oliena, Samugheo, Orotelli, Ottana und Ovodda (Aschermittwoch) mit ihren großen Umzügen und zum Teil schaurigen Barbagia-Masken:
Karneval in Tempio Pausania
Fasching in Fonni
Fasnacht in Santu Lussurgiu
In anderen Städten wird im kleineren Rahmen gefeiert, wie zum Beispiel in Lanusei, Lotzorai und Cardedu. Die Parade der Barbagia-Masken oder die „Sartiglia“ in Oristano sind Ereignisse, die jeder einmal gesehen haben sollte:
Das atemberaubende Reiterfest "Sa Sartiglia" findet am Sonntag, vor Rosenmontag statt und wird am Faschingsdienstag wiederholt. Die "Sartiglia" ist ein Wettstreit - die Jagd auf einen Stern. Huldvoll schlagen sich die Reiter zur Karnevalszeit tapfer um den Silberstern. Schon im Mittelalter trafen sich ehrwürdige spanische Reiter, um ihre Geschicklichkeit und Kräfte zu messen. Gelingt es den Reitern den Stern aufzuspießen wird es ein gutes Jahr werden, denn von der Anzahl der Sterne hängt die Jahresernte ab. Je mehr, desto besser, d.h. die Geschicklichkeit der Reiter besiegelt das Schicksal des Städtchens, sagt die Karnevalstradition.