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Mittwoch, 17. Juni 2009

G8-Gipfel in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila: Passkontrollen bei Einreise nach Italien

Die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT teilte heute mit, dass wegen des bevorstehenden G8-Gipfels in der Abruzzen-Hauptstadt L’Aquila vom 8. bis 10. Juli 2009 das Schengener Abkommen für Ein- und Ausreisen nach bzw. aus Italien aufgehoben wird.
Vom 28. Juni bis 15. Juli. 2009 müssen Reisende aus Gründen der Sicherheit sich darauf einstellen, Italienweit an den Passkontrollstellen gültige Personalausweise bzw. Reisepässe vorzuzeigen.

Das G8-Gipfeltreffen, das ursprünglich auf der Insel La Maddalena auf Sardinien angesetzt war, wurde Ende April 2009 überraschend nach L’Aquila verlegt, um dem geschundenen Abruzzen nach dem Erdbeben zu neuem Auftrieb zu verhelfen.

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Freitag, 24. April 2009

G8-Gipfeltreffen in L’Aquila – die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien befürworten den Umzug des Treffens von Sardinien in die Abruzzen

Nach Informationen der italienischen Presseagentur Adnkronos befürwortet die amerikanische Regierung die Verlegung des G-8-Gipfels von Sardinien in die vom Erdbeben verwüstete Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila. Aus italienischen Diplomatenkreisen in Washington hieß es gestern Nacht, die Haltung der Amerikaner sei positiv.
Auch Lynn Eccles, Sprecherin der Dowing Street sagte gestern Abend: „Die Entscheidung den Gipfel zu Verlegen gebührt der italienischen Verwaltung. Großbritannien wird Italien in jeder Weise unterstützen.“
Aus Berlin hieß es hingegen, eine Stellungnahme gäbe es erst im Laufe des heutigen Briefings im Kanzleramt. Die Regierungen der anderen G8-Länder haben sich bisher noch nicht geäußert.

Um Kosten zu sparen und dem geschundenen Abruzzen zu neuem Auftrieb zu verhelfen, hatte Italiens Ministerpräsident Berlusconi gestern unerwartet angekündigt das Gipfeltreffen ins mittelitalienische Erdbebengebiet umziehen zu wollen. Mit dem Abzug von Sardinien sollen Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen und die Aufmerksamkeit der Welt in das Bebengebiet gelenkt werden.

In der Zwischenzeit hat ein weiteres Nachbeben die Abruzzen erschüttert. Die gestrige Erschütterung kurz vor Mitternacht hatte eine Stärke von 4,0 auf der Richter-Skala.

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Donnerstag, 23. April 2009

G8 in L’Aquila? Silvio Berlusconi will das Gipfeltreffen im Juli von La Maddalena abziehen

Der italienische Ministerrat von Silvio Berlusconi hat heute morgen auf einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, das geplante G8-Gipfeltreffen, das für Anfang Juli auf der sardischen Insel La Maddalena angesetzt war, in das Erdbebengebiet von L’Aquila zu verlegen. Berlusconi sagte heute in der mittelitalienischen Stadt: „Es wäre ein Zeichen in die richtige Richtung, das Treffen in L’Aquila abzuhalten“.
Allerdings müssen die acht Teilnehmerländer des Gipfeltreffens erst noch zustimmen. Amerikanische und andere Sicherheitsdienste sind seit Monaten in dem nordsardischen Inselarchipel La Maddalena unterwegs, um mögliche Sicherheitsrisiken abzuwägen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Die Entscheidung, den Gipfel der Vereinigung der sieben führenden Industrienationen und Russlands auf La Maddalena abzuhalten, geht auf eine Entscheidung des ehemaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi vom Juni 2007 zurück. Die geplanten Investitionen in die Infrastruktur von La Maddalena sollten die wirtschaftlichen Ausfälle abfedern, die der Abzug der amerikanischen Truppen von den nordsardischen Inseln verursacht hat. Silvio Berlusconi, der auch schon mit dem Gedanken gespielt hat, den Gipfel in das im letzten Jahr von einer Müllkatastrophe geplagte Neapel zu verlegen, will mit dem Abzug des Gipfels von Sardinien nun Gelder in Höhe von 220 Millionen Euro, die für das Treffen auf La Maddalena vorgesehen waren, nach L'Aquila fließen lassen und die Aufmerksamkeit der Welt in das mittelitalienische Erdbebengebiet lenken. Neuesten Meldungen zufolge wolle Berlusconi jedoch das G-8-Treffen der Umweltminister auf La Maddalena abhalten.

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Freitag, 20. März 2009

Google Street View von Cagliari: Virtueller Spaziergang durch die Straßen der Inselhauptstadt

Google hat die Straßenansichten in seinem Kartendienst Maps um Ansichten aus der sardischen Inselhauptstadt Cagliari erweitert. Ab sofort können User bequem von zu Hause aus am Hafen entlang der Via Roma oder der Prachtstraße Largo Felice spazieren. Bisher fehlen aber noch Ansichten vom Castello-Viertel und der Strandpromenade Viale Poetto.


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Neben Cagliari sind auch die umliegenden Städte Selargius, Monserrato und Quartu Sant'Elena fotografisch verfasst und kartografiert worden. Seit einigen Wochen waren Google-Autos unterwegs, um rund um Cagliari Umgebungsaufnahmen machen. Während der Dienst in den USA bereits für fast alle größeren Städte verfügbar ist, hat Google in Italien erst einige Großstäfte sowie das Umland von Mailand, Rom und Bologna erfasst. Cagliari ist bisher die einzige Stadt auf Sardinien, die von dem Suchdienst kartografiert wurde.


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Montag, 14. Januar 2008

Cagliari: Weiter gewalttätige Proteste auf Sardinien gegen den Import von Hausmüll aus Neapel

Die gewalttätigen Proteste gegen den Import von Müll aus Neapel nach Sardinien wurden auch am vergangenen Wochenende fortgesetzt. Molotow-Cocktails zogen Demonstranten vor die Privatvilla des sardischen Gouverneurs Renato Soru im Ostteil von Cagliari. Dabei wurden mehrere Demonstranten festgenommen, Polizisten und Journalisten verletzt. Beschädigt wurde auch die berühmte Bonaria-Kirche, in der im September der Papst zu Gast sein wird. An den gewalttätigen Protesten nahmen nicht nur aufgebrachte Bürger sondern auch Sympathisanten der italienischen Rechtsparteien und gewaltbereite Hooligans des A-Liga-Fußballvereins Cagliari Calcio teil. Die Polizei in Cagliari ermittelt, ob einige der Randalierer für ihre Taten bezahlt wurden. Zwei Demonstranten wurden wegen des Verdachts festgenommen, einen Brandanschlag auf den sardischen Regierungschef vorbereitet zu haben.Die sardische Regionalregierung bleibt indessen dabei: Die Aufnahme von Hausmüll aus den kampanischen Notstandsregionen sei ein Akt der Solidarität. Zudem hätten die sardischen Müllverbrennungsanlagen seit Einführung der Wertstoffsammlung vor drei Jahren auf Sardinien Überkapazitäten und könnten den Müll aus Süditalien in kürzester Zeit verwerten. Die politische Opposition, die die gewalttätigen Proteste verurteilt, hält dagegen: Die Bereitschaft der sardischen Regierung, den Hausmüll aus Neapel aufzunehmen sei lediglich eine politische Hilfestellung an die Nationalregierung von Romani Prodi, die der Lage in Neapel nicht Herr werde.
(Foto: La Nuova Sardegna)

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Freitag, 11. Januar 2008

Sardinien: Die Abfallkrise verlagert sich von den Straßen Kampaniens nach Cagliari

Von der Region um Neapel hat sich die Abfallkrise nach Sardinien verlagert. Der Müllskandal heizt nun auch wütende Inselbewohner und lokale Aktivisten von Umweltorganisationen an. Als gestern Nachmittag das mit 500 Tonnen Unrat aus Neapel beladene Schiff im Industriehafen der Inselhauptstadt Cagliari anlegte, kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Kleine Gruppen von Demonstranten und Aktivisten hatten sich auf den Boden gelegt, um die Ausschiffung der 22 mit Müll gefüllten LKWs zu verhindern. Die Aktion blieb erfolglos. Die LKWs rollten noch am Abend in Richtung Müllverbrennungsanlage Casic, wo der Abfall entsorgt werden soll.
In der Nacht kam es zu gewaltsamen Übergriffen: 50 Müllcontainer und drei Autos wurden in Cagliari in Brand gesetzt. Die Feuerwehr musste zigmal ausrücken und war bis heute morgen 6.30 Uhr im Einsatz.

Um die 110.000 Tonnen Unrat zu entsorgen, die sich in der Region Kampanien türmen, hatte der italienische Regierungschef Romano Prodi zur Bewältigung des Notstandes die zeitweilige Abfallübernahme durch andere Kommunen und Regionen angekündigt. Sardinien hatte sich als erste Region bereit erklärt, Abfall aus Neapel zu entsorgen.
Die norditalienischen Regionen Lombardei, Friaul-Julisch Venetien, Veneto und Ligurien weigerten sich hingegen, in ihren Deponien und Verbrennungsanlagen den Unrat aus Kampanien zu entsorgen. Sie behaupten, ihre Anlagen seien bereits ausgelastet und könnten den Abfall aus Neapel nicht übernehmen.

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