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Mittwoch, 30. Juli 2008
ArteScambio: Kunst-Austausch zwischen Berlin und Sardinien
Neben den Sardischen Kulturtagen wird am 2. August um 19:00 Uhr die Ausstellung ArteScambio mit Werken von deutschen und sardischen Künstlern im sardischen Kulturzentrum in Berlin eröffnet. Zu den Ausstellungsstücken gehören Skulpturen, Malereien, Fotos und Videos der Künstler aus Deutschland und Italien. Dabei sollen Verbindungen sowie kulturelle Unterschiede zwischen beiden Ländern dargestellt werden. Insgesamt stellen elf Kunstschaffende aus beiden Ländern aus, was sie erarbeitet haben. Die Ausstellung dauert bis zum 9. August und wird danach auch in Gavoi, im Museum Casa Lai, vom 22. bis 29. August zu sehen sein. arte%20scambio%202008%20locandina.pdf
Am vergangenen Mittwoch, den 2. Juli 2008 hat die Provinz Nuoro in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Ponderosa Music & Art sowie 13 Gemeinden aus Sardinien das Musik- und Kunst-Festival MediterraNuoro & Dintorni eröffnet. Die Konzertreihe findet in verschiedenen Dörfern und Ortschaften der verwunschenen Barbagia Mandrolisai, aber auch in der wunderschönen Baronia und dem charmanten Marghine statt: Vom 2. bis 26. Juli wechseln sich die Kleinstädte Borore, Macomer, Sindia, Gavoi, Ottana, Orgosolo, Nuoro, Posada, Siniscola, Orosei, Irgoli, Fonni, Teti und Bitti mit einem vielfältigen musikalischen Repertoire ab. Besonderes Augenmerk wir dabei auf bekannte und unbekannte musikalische Kostbarkeiten aus dem Mittelmeerraum gelegt, ausgeführt von hervorragenden nationalen sowie internationalen Interpreten. Das Programm bietet von Solokonzerten über Ensemblemusik in unterschiedlicher Besetzung ein Angebot für viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Das Angebot reicht von Volksballaden und Ethno-Musik zu Jazz- und Orchesterkonzerten. Konzertbeginn jeweils ab 21:30 Uhr. Weiter Informationen und Programm.
“Carnevale” auf Sardinien: Farbenfroh und fröhlich geht es in fast jeder Ortschaft der Insel vor Beginn der österlichen Fastenzeit zu. Meist bei strahlendem Sonnenschein ziehen die Akteure in ihren fantasievollen Kostümen spielend, tanzend, reitend, und musizierend durch die Straßen. Zum Beispiel in Mamoiada mit den Mamuthones und Issohadores. Seinen Höhepunkt erreicht der „Carnevale“ in der eigentlichen Fastnachtswoche vom „Fetten Donnerstag“ (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Mit dem „Fetten Donnerstag“ beginnt in den Städten der eigentliche Fasching mit seinen vielen Straßenumzügen. Am bekanntesten sind die Karnevals-Hochburgen Tempio Pausania, Oristano, Santu Lussurgiu, San Gavino, Bosa, Mamoiada, Oliena, Samugheo, Orotelli, Ottana und Ovodda (Aschermittwoch) mit ihren großen Umzügen und zum Teil schaurigen Barbagia-Masken:
Karneval in Tempio Pausania
Fasching in Fonni
Fasnacht in Santu Lussurgiu
In anderen Städten wird im kleineren Rahmen gefeiert, wie zum Beispiel in Lanusei, Lotzorai und Cardedu. Die Parade der Barbagia-Masken oder die „Sartiglia“ in Oristano sind Ereignisse, die jeder einmal gesehen haben sollte:
Das atemberaubende Reiterfest "Sa Sartiglia" findet am Sonntag, vor Rosenmontag statt und wird am Faschingsdienstag wiederholt. Die "Sartiglia" ist ein Wettstreit - die Jagd auf einen Stern. Huldvoll schlagen sich die Reiter zur Karnevalszeit tapfer um den Silberstern. Schon im Mittelalter trafen sich ehrwürdige spanische Reiter, um ihre Geschicklichkeit und Kräfte zu messen. Gelingt es den Reitern den Stern aufzuspießen wird es ein gutes Jahr werden, denn von der Anzahl der Sterne hängt die Jahresernte ab. Je mehr, desto besser, d.h. die Geschicklichkeit der Reiter besiegelt das Schicksal des Städtchens, sagt die Karnevalstradition.