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Montag, 28. Januar 2008

Helau, Ahoi, Alaaf: Karneval auf Sardinien

“Carnevale” auf Sardinien: Farbenfroh und fröhlich geht es in fast jeder Ortschaft der Insel vor Beginn der österlichen Fastenzeit zu. Meist bei strahlendem Sonnenschein ziehen die Akteure in ihren fantasievollen Kostümen spielend, tanzend, reitend, und musizierend durch die Straßen. Zum Beispiel in Mamoiada mit den Mamuthones und Issohadores. Seinen Höhepunkt erreicht der „Carnevale“ in der eigentlichen Fastnachtswoche vom „Fetten Donnerstag“ (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag. Mit dem „Fetten Donnerstag“ beginnt in den Städten der eigentliche Fasching mit seinen vielen Straßenumzügen. Am bekanntesten sind die Karnevals-Hochburgen Tempio Pausania, Oristano, Santu Lussurgiu, San Gavino, Bosa, Mamoiada, Oliena, Samugheo, Orotelli, Ottana und Ovodda (Aschermittwoch) mit ihren großen Umzügen und zum Teil schaurigen Barbagia-Masken:


Karneval in Tempio Pausania


Fasching in Fonni


Fasnacht in Santu Lussurgiu



In anderen Städten wird im kleineren Rahmen gefeiert, wie zum Beispiel in Lanusei, Lotzorai und Cardedu. Die Parade der Barbagia-Masken oder die „Sartiglia“ in Oristano sind Ereignisse, die jeder einmal gesehen haben sollte:

Das atemberaubende Reiterfest "Sa Sartiglia" findet am Sonntag, vor Rosenmontag statt und wird am Faschingsdienstag wiederholt. Die "Sartiglia" ist ein Wettstreit - die Jagd auf einen Stern. Huldvoll schlagen sich die Reiter zur Karnevalszeit tapfer um den Silberstern. Schon im Mittelalter trafen sich ehrwürdige spanische Reiter, um ihre Geschicklichkeit und Kräfte zu messen. Gelingt es den Reitern den Stern aufzuspießen wird es ein gutes Jahr werden, denn von der Anzahl der Sterne hängt die Jahresernte ab. Je mehr, desto besser, d.h. die Geschicklichkeit der Reiter besiegelt das Schicksal des Städtchens, sagt die Karnevalstradition.

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