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Wer in Cagliari ankommt und sich dann auf den Weg nach Südwesten
in Richtung Pula und den herrlichen Stränden von Nora, Chia und
Tuerredda aufmacht, passiert unweigerlich die Gebirgsansätze des Sulcis
mit seinem Hauptort Capoterra. Schon von der Küstenstrasse
aus fallen die weissen Kuppeln des astronomischen Observatoriums
ins Auge, die ab 1970 auf einem landschaftlich hervorstechenden
Bergrücken der Gemarkung Poggio dei Pini erbaut wurden.
Das Osservatorio Astronomico di Cagliari - abgekürzt OAC -
ist dabei schon die moderne Fortsetzung von astronomischer Forschung
und Beobachtung in Sardinien. Bereits 1899 wurde auf der kleinen
Schwesterinsel San Pietro, am Stadtrand des malerischen Hauptortes
Carloforte, eine astronomische Beobachtungsstation erbaut, die auch
heute noch aktiv unter der Leitung des OAC betrieben wird.

Astronomisches Observatorium Cagliari in Poggio dei Pini - Bildquelle: OAC Site
In jüngster Zeit rückt Sardinien allerdings entgültig in den Fokus
astronomischer Forschung von weltweiter Bedeutung.
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Mit dem Bau eines 64-Meter Radioteleskopes in modernster Technologie, 30 km nördlich
von Cagliari, wird die Insel zum internationalen Mekka für Wissenschaftler der Astronomie,
Astrophysik, Kosmologie, Geodäsie und Raumfahrt.
Das bemerkenswerte an den vorhandenen Strukturen astronomischer
Forschung auf Sardinien ist vor allem deren Zugang für eine breite
Öffentlichkeit, die Orientierung und didaktische Unterstützung des
öffentlichen und privaten Schulbetriebs, die Zusammenarbeit mit Liebhabern
der astronomischen Wissenschaften (Associazione Astrofili Sardi - AAS) und
das Angebot an Veranstaltungen und Seminaren im Rahmen des Institutes für
Astrophysik der Universität Cagliari.
Sardinien ist also eine Reise wert - auch für Besucher, die Astronomie
und Kosmologie als ihr Hobby betrachten. Mit dem neuen Sardinia Radio Telescope
gewinnt die Insel enorm an internationaler wissenschaftlicher Bedeutung.
Redaktion: Michael Mueller
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