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Die "Carlo Felice"
(S.S. 131) verbindet den Norden Sardiniens mit dem Süden der
Insel. Auf ihr kann man innerhalb von dreieinhalb Stunden die Insel
durchfahren. Einen Eindruck von den bizarren Küsten, den schlummernden
Olivenhainen, den imposanten Granitfelsen und den mystischen Orten
des Inlandes bekommt man auf den Küstenstraßen und den
kurvenreichen Pfaden in den Gebirgsregionen. Die Fahrt mit dem Auto
durch die Orte und Provinzen Sardinien ist übrigens immer ein
spannender Streifzug. Das gesamte Straßennetz ist inzwischen
recht gut ausgebaut, auch wenn es nur wenige Schnellstraßen
gibt. Eine Vielzahl von Landstraßen, Serpentinen und engen
Zufahrtsstraßen sorgen dafür, dass selbst abgelegene
Ortschaften recht gut zu erreichen sind. Allerdings sollte man den
Zeitfaktor stets mit einkalkulieren, da man weniger zügig voran
kommt, als man zunächst meinen könnte. Auch der Fahrstil
der Einwohner ist ein Erlebnis: Viele Sarden brettern gerne auf
breiten, engen, steilen oder kurvenreichen Straßen hin und
her, überholen besonders gern in scharfen Kurven und flitzen
scharf an Personengrüppchen vorbei, denen in Ermangelung von
Bürgersteigen oder Fußwegen oft nur der Sprung ins Gebüsch
übrig bleibt.

Rush Hour in Cagliari
Unter der Regierung Silvio
Berlusconis werden die italienischen Verkehrsregeln jährlich verschärft.
Zu den wichtigsten Neuerungen aus dem Jahr 2003 gehören eine ganztägige
Scheinwerferpflicht für PKW, Motorräder und Mofas auf allen
Außerortsstraßen. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 32 Euro. Bei
Benutzung von Handys am Steuer ohne Freisprechanlage wird ein Betrag
von 68 Euro fällig. Auch die Grenzen für Alkohol am Steuer wurden
gesenkt. Wie schon in vielen anderen europäischen Ländern liegt
das Limit nun bei 0,5 Promille Alkohol im Blut. Außerdem
wurden automatische Geschwindigkeitsmesser auf Autobahnen und Hauptstraßen
zugelassen. Künftig muss die Polizei Überhol- und Temposünder nicht
sofort stellen, sondern kann das Vergehen mit Hilfe der automatischen
"Autovelox" per Foto festhalten. Deshalb warnt unter anderem der
deutsche Automobilclub ADAC Autourlauber generell vor zu schnellem
Fahren.
Seit April 2004 ist auch das Mitführen einer leuchtenden
Sicherheitsweste Pflicht. Die Weste in roter, orangener oder
gelber Farbe und mit reflektierenden Streifen kann in vielen Supermärkten
erworben werden. Wer keine Weste mit sich führt, kann mit einem
Bußgeld von 33,60 Euro belangt werden; das gilt auch für
Ausländer und Autos mit ausländischer Zulassung! Ganz
wichtig: Es reicht nicht, die Sicherheitsweste im Kofferraum mitzuführen,
sie muss für den Fahrer erreichbar sein ohne dass er das Auto
verlassen muss! Darum am besten im Handschuhfach aufbewahren.
Polizeikontrollen sind vor allem in den Gebirgsregionen und der
Provinz Nuoro an der Tagesordnung und wurden mit Einführung der
neuen Verkehrsregeln generell ausgeweitet. Autos mit ausländischem
Kennzeichen werden in der Regel aber selten angehalten.
Zusätzlich wurde die italienische Straßenverkehrsordnung durch ein
Führerschein-Punktesystem ergänzt, das allerdings nur für Einheimische
gilt. Mit der Einführung gehen verschärfte Kontrollen einher. So
ist die Zahl der Unfälle sowie die Zahl der Verletzten in ersten
zwei Monaten nach der Einführung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um fast zwanzig Prozent gesunken.
Auch wenn auf Sardinien
meist auf dem Gehweg oder in dritter Reihe geparkt wird, kann das
manchmal ganz schön teuer werden, etwa 103,29 Euro. Die Verkehrspolizisten
lauern vor allem in Cagliari nur darauf, Falschparker abzuschleppen.
Deshalb lieber nach einem Parkplatz Ausschau halten, auch wenn es
nicht so viele davon gibt. Weiß gekennzeichnete Parkplätze
sind gebührenfrei, blau gekennzeichnete Parkplätze sind
gebührenpflichtig. Der Preis liegt bei etwa 0,50 bis 0,60 Euro
für eine Stunde und ca. 3 Euro für drei Stunden. Parkscheine
bekommt man in der Bar beim Zeitungshändler oder beim Parkwächter
(sichtbar durch eine gelbe Leuchtweste). Auf dem Parkschein muss
die Tarifzone, das Datum und die Ankunftszeit aufgerubbelt werden.
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Letzte Änderung: 02. September 2004 |
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1.
Generell maximal 90 km/h auf Sardinien!
2. Außerorts immer mit Abblendlicht fahren!
3. Sicherheitsweste im Fahrgastraum mitführen!
4. Immer genügend Zeit einkalkulieren!
Übrigens
gibt es auf Sardinien keine Autobahnen und damit auch keine Strecken,
auf denen schneller als 90 km/h gefahren werden darf. Dafür
fällt auf der Insel aber auch keine Straßenmaut an. Das
Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen gilt deshalb nur auf dem
italienischen Festland. Von Norden nach Süden reist man fast
immer am schnellsten über die Schnellstraße 131 (auch
"Carlo Felice" genannt). Der Umweg über Oristano
lohnt sich zeitlich im Vergleich zur Fahrt über die kurvigen
Landstraßen der sardischen Gebirge. Auf den Schnellstraßen
sollte man wie auf der ganzen Insel möglichst auf die zulässige
Höchstgeschwindigkeit achten, denn es wird häufig geblitzt.
...finden
Sie hier >>>
Macchina - Auto
Strada statale S.S. - Staatsstrasse
Strada biancha - Unbefestigte Strasse
Superstrada - Schnellstrasse
Cartello stradale - Strassenschild
Rallentare - Geschwindigkeit verringern
Vigile urbano - Verkehrspolizist
Parcheggio - Parkplatz
Autovelox - Gerät zur
Geschwindigkeitskontrolle

Viele Wege führen nach Cagliari
Auf
Autobahnen :130 km/h
150
km/h auf dreispurigen Autobahnen,
110 km/h bei Nässe. Achtung! Autobahnen gibt es nur auf dem Festland
und auf Sizilien, nicht aber auf Sardinien!
Landstraßen: 90 km/h
Schnellstraßen: 90 km/h
(z.B. S.S. 131 und S.S. 130)
In Ortschaften: 50 km/h
Pannen-
und Abschleppdienst
ACI
Tel.: 116
Polizeinotruf Tel.: 113
Unfallrettungsdienst Tel.: 118
www.viamichelin.com
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