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Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO wird im Herbst über den Welterbe-Status
des bronzezeitlichen Nuraghen
„Su Nuraxi“ bei Barumini (Süd-Sardinien)
entscheiden.
Seit 1997 ist die vom Archäologen Giovanni
Lilliu entdeckte Nuraghen-Festung offizielles Weltkulturerbe.
Eine wichtige Auszeichnung - und eine wichtige Aufgabe, denn nun
liegt die Verantwortung für den Schutz des Nuraghe nicht mehr
allein in der Hand der Gemeinden (Barumini, Tuili, Las Plasas, Villanovafranca
sowie Gesturi), der Region Sardinien und der zuständigen Provinz;
vielmehr fällt sie auch unter die Obhut der UN-Sonderorganisation
World Heritage Committee.
Das Komitee unterstützt nicht nur durch fachliche Hilfe. Es
prüft unter anderem auch, ob der jeweils zuständige Staat,
auf dessen Gebiet sich die Welterbestätte befindet, auch wirklich
den Schutz und die Zugänglichkeit des Objektes für die
Öffentlichkeit garantiert.
Das italienische Ministerium für Kulturgüter informierte
den Oberintendanten für Archäologie in Cagliari unlängst
über Nachfragen seitens des UNESCO-Komitees: „Man bittet uns
nachhaltige Maßnahmen vorzustellen, die den Schutz und die
Erhaltung des Nuraghen sicherstellen“, erklärt Oberintendant
Vincenzo Santoni, „so wie es das Übereinkommen vorschreibt“.
Bis zum Herbst müssen von den Zuständigen deshalb überzeugende
technische und andere Erhaltungsmaßnahmen vorgelegt werden“,
bekräftigt Herr Santoni, „auch wenn der Sommerurlaub bei drauf
geht!“
Denn sollten die im Falle „Su Nuraxi“ betroffenen Gemeinden, die
Region und die Provinz bis Mitte Oktober die in der Welterbekonvention
festgelegten Kriterien nicht erfüllen, droht dem Nuraghen die
Streichung aus der Welterbeliste.
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