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BARUMINI - PROVINZ MEDIO CAMPIDANO - August 2005;


Der Nuraghe „Su Nuraxi“ läuft Gefahr von der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gestrichen zu werden


Das Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO wird im Herbst über den Welterbe-Status des bronzezeitlichen Nuraghen „Su Nuraxi“ bei Barumini (Süd-Sardinien) entscheiden.
Seit 1997 ist die vom Archäologen Giovanni Lilliu entdeckte Nuraghen-Festung offizielles Weltkulturerbe.
Eine wichtige Auszeichnung - und eine wichtige Aufgabe, denn nun liegt die Verantwortung für den Schutz des Nuraghe nicht mehr allein in der Hand der Gemeinden (Barumini, Tuili, Las Plasas, Villanovafranca sowie Gesturi), der Region Sardinien und der zuständigen Provinz; vielmehr fällt sie auch unter die Obhut der UN-Sonderorganisation World Heritage Committee.
Das Komitee unterstützt nicht nur durch fachliche Hilfe. Es prüft unter anderem auch, ob der jeweils zuständige Staat, auf dessen Gebiet sich die Welterbestätte befindet, auch wirklich den Schutz und die Zugänglichkeit des Objektes für die Öffentlichkeit garantiert.
Das italienische Ministerium für Kulturgüter informierte den Oberintendanten für Archäologie in Cagliari unlängst über Nachfragen seitens des UNESCO-Komitees: „Man bittet uns nachhaltige Maßnahmen vorzustellen, die den Schutz und die Erhaltung des Nuraghen sicherstellen“, erklärt Oberintendant Vincenzo Santoni, „so wie es das Übereinkommen vorschreibt“. Bis zum Herbst müssen von den Zuständigen deshalb überzeugende technische und andere Erhaltungsmaßnahmen vorgelegt werden“, bekräftigt Herr Santoni, „auch wenn der Sommerurlaub bei drauf geht!“
Denn sollten die im Falle „Su Nuraxi“ betroffenen Gemeinden, die Region und die Provinz bis Mitte Oktober die in der Welterbekonvention festgelegten Kriterien nicht erfüllen, droht dem Nuraghen die Streichung aus der Welterbeliste.


Text: Andrea Behrmann


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