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ITALIEN/SARDINIEN: Juli 2005;


Sardinien im Kampf gegen Waldbrände


Am 1. Juni hat die Region Sardinien eine neue Brandschutzverordnung erlassen - danach bekommen alle Waldhüter der Insel nicht nur schicke neue Uniformen in einem dezenten Grauton gestellt, sondern auch die Waldbrandgefahr soll eingedämmt werden und Brände schneller gelöscht werden. Dazu sind auf Sardinien in diesem Sommer zwei nagelneue Löschhubschrauber im Einsatz sowie in Olbia, Perdas De Fogu (Ogliastra), Cagliari und Sassari insgesamt sechs Löschflugzeuge stationiert. Im letzten Jahr gehörte Sardinien nach Kalabrien und Sizilien zu den am meisten von Wald- und Buschbränden betroffenen Regionen Italiens. In diesem Jahr wurden bis zum 27 Juni bereits 387 Feuer gezählt.
Die Behörden hoffen, dass Sardinien in diesem Jahr weniger von Waldbränden betroffen sein wird. Während in Norditalien Wassermangel herrscht, ist die Vegetation auf der Insel in diesem Jahr weit weniger ausgetrocknet als in den Vorjahren, die Stauseen Sardiniens sind noch immer randvoll. Gegen Brandstifter helfen diese guten Bedingungen freilich wenig. In Italien werden nach Schätzungen des Umweltministeriums 3/4 der Buschbrände von Menschenhand gelegt. Feindschaften unter Einheimischen oder Profitsucht sind meist der Grund. Dabei werden durch die Waldbrände nicht nur ganze Landschaften in Ascheeinöden verwandelt, sondern auch zahlreiche Schadstoffe, die in Pflanzen und im Boden stecken freigesetzt- vor allem das hochgiftige Quecksilber. Sollten Sie auf der Insel einen Brand entdecken oder gar einen Pyromanen beim Zündeln beobachten, melden Sie es bitte sofort der Polizei oder der Forstbehörde unter der kostenfreien Notfallnummer 1515!


Text: Timo Gerd Lutz

 

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