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Am 1. Juni hat die Region Sardinien eine neue Brandschutzverordnung
erlassen - danach bekommen alle Waldhüter der Insel nicht nur
schicke neue Uniformen in einem dezenten Grauton gestellt, sondern
auch die Waldbrandgefahr soll eingedämmt werden und Brände
schneller gelöscht werden. Dazu sind auf Sardinien in diesem
Sommer zwei nagelneue Löschhubschrauber im Einsatz sowie in
Olbia, Perdas De Fogu (Ogliastra), Cagliari und Sassari insgesamt
sechs Löschflugzeuge stationiert. Im letzten Jahr gehörte
Sardinien nach Kalabrien und Sizilien zu den am meisten von Wald-
und Buschbränden betroffenen Regionen Italiens. In diesem Jahr
wurden bis zum 27 Juni bereits 387 Feuer gezählt.
Die Behörden hoffen, dass Sardinien in diesem Jahr weniger
von Waldbränden betroffen sein wird. Während in Norditalien
Wassermangel herrscht, ist die Vegetation auf der Insel in diesem
Jahr weit weniger ausgetrocknet als in den Vorjahren, die Stauseen
Sardiniens sind noch immer randvoll. Gegen Brandstifter helfen diese
guten Bedingungen freilich wenig. In Italien werden nach Schätzungen
des Umweltministeriums 3/4 der Buschbrände von Menschenhand
gelegt. Feindschaften unter Einheimischen oder Profitsucht sind
meist der Grund. Dabei werden durch die Waldbrände nicht nur
ganze Landschaften in Ascheeinöden verwandelt, sondern auch
zahlreiche Schadstoffe, die in Pflanzen und im Boden stecken freigesetzt-
vor allem das hochgiftige Quecksilber. Sollten Sie auf der Insel
einen Brand entdecken oder gar einen Pyromanen beim Zündeln
beobachten, melden Sie es bitte sofort der Polizei oder der Forstbehörde
unter der kostenfreien Notfallnummer 1515!
Text: Timo Gerd Lutz
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