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Das
heftige Unwetter mit Sturm und Regen, das Sardinien in den letzten
Tagen heimgesucht hat reißt nicht ab.
Zwischen dem 6. und 8. Dezember 2004 fielen auf Teile der Insel
insbesondere in Berchidda, Bitti, Dorgali, Oliena und Villagrande
Strisaili in einem Zeitraum von nur sechs Stunden zwischen 0,5 und
2,5 Liter Regen. Graue Gewitterwolken ballen sich auch heute speziell
über dem Süden Sardiniens zu starken Niederschlägen
zusammen.
Bei dem Unwetter Anfang dieser Woche kamen ein 3-jähriges Mädchen
und ihre Großmutter in Villagrande Strisaili ums Leben. Auf
Sardinien war der kleine, in der Ogliastra gelegene Ort in den vergangenen
Tagen am schwersten betroffen. Fernsehbilder zeigten von den Schlamm-
und Wassermassen mitgerissene Tiere, Autos und Teile der Behausungen.
In Villagrande gedachten die Menschen gestern (am Tag der Unbefleckten
Empfängnis) mit einem Gottesdienst der beiden Opfer.
Heute morgen gegen 6.30 Uhr forderte das Unwetter ein drittes Todesopfer
am Ortsrand von Pattada (etwa 15 Kilometer von Ozieri entfernt).
Hier starb ein 44-jähriger Schäfer in den Fluten des Flusses
an der Peripherie des Ortes. Der Fluss war durch das Unwetter stark
angeschwollenen. Als der Mann am frühen Morgen nach dem Melken
auf der Weide mit seinem Traktor ins Dorf zurückfahren wollte,
kippte der Traktor beim Durchqueren des Flusses aus bisher noch
ungeklärter Ursache um. Der Mann wurde unter der Zugmaschine
eingeklemmt und starb.
Seit gestern ist das Unwetter auch in den Süden der Insel gezogen.
Wegen des starken Regens und heftiger Winde musste am Mittwochabend
gegen 21.00 Uhr der um 20.15 Uhr in Rom gestartete Alitalia-Flug
mit Zielflughafen Cagliari/Elmas nach Alghero umgeleitet werden.
Ganze Landstriche sind an der Costa del Sud, im Campidano und Sarrabus
sowie zwischen Guspini und Arbus unter Wasser gesetzt und die aktuelle
Wetterkarte zeigt für die nächsten zwei Tage keine Verbesserung
an.
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