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UNWETTER SARDINIEN: STAND 7.12.2004;


Unwetter auf Sardinien: Wassermassen reißen zwei Menschen in den Tod. Weitere Unwetter sind vorhergesagt


Schwere Unwetter auf der Insel: In den Abendstunden von Montag auf Dienstag gingen in der Provinz Nuoro im mittleren Nordosten Sardiniens schwere Unwetter nieder. Ein 3-jähriges Mädchen und ihre Großmutter kamen in den Fluten ums Leben, mehrere Einwohner um das Dorf Villagrande waren stundenlang von der Außenwelt isoliert. Am Dienstagvormittag hat der Fluß Cedrino einen Landstrich bei Galtellì unter Wasser gesetzt. Dort mussten insgesamt sechs Personen mit Hubschraubern aus ihren Häusern gerettet werden, um nicht vom Fluss mitgerissen zu werden. Die Regenfälle dauerten am Dienstag noch an. Die Behörden sind vor allem in der Gallura allamiert, wohin die Unwetter im Laufe des Dienstags und Mittwochs ziehen sollen.
In Villagrande fielen in weniger als vier Stunden etwa 250 Millimeter Regen. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Regen-Cluster, bei dem auf einer kleinen Fläche in kürzester Zeit große Mengen Regen fallen. Cluster-Regen sind typisch für die Sommermonate, kommen im Winter aber selten vor. Die Arbeiten des Zivilschutzes sind derweil im vollen Gange. In der Ogliastra sind noch immer viele Straßen unterspült oder durch Schlamm-Massen unpassierbar. Vor allem ist die Staatsstraße SS 125 zwischen Dorgali und Baunei ist betroffen.

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Text: Timo Gerd Lutz

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