|
Die
Zahl der Sardinien-Touristen ist in diesem Jahr leicht angestiegen.
Wie eine Umfrage unter 120 Hotels, Residenzen und Agriturismen des
Interessenverbands Confesercenti ergab, haben in diesem Jahr drei
Prozent mehr Urlauber die schönsten Tage des Jahres auf Sardinien
verbracht. Fast zwei Drittel der Sardinien-Urlauber waren demnach
Italiener. Ausländische Touristen kamen vor allem aus Deutschland
(40 Prozent), weit abgeschlagen Schweizer (23 Prozent), Engländer
(17 Prozent) und Touristen aus Frankreich (12 Prozent). Besonders
die Touristen aus Deutschland halten sich nicht nur in den touristischen
Zentren an den Küsten Sardiniens auf, sondern erkunden verstärkt
auch das Inland der Insel. Insgesamt hat die sardische Touristik-Branche
vor allem in den Monaten August und September stabile oder verstärkte
Buchungen verzeichnet. Dieses Wachstum in den Sommermonaten erklärt
sich unter anderem dadurch, dass Sardinien verstärkt als Last-Minute-Ziel
angeboten wird.
Das insgesamt eher schwache Wachstum der sardischen Toursimusbranche
sieht der Branchenverband vor allem der schlechten Zugänglichkeit
der touristischen Strukturen und bürokratischen Hürden
geschuldet.
So haben
die langsamen bürokratischen Mühlen Sardiniens auch etwas
Gutes: Sardinien bleibt weiter Ziel für Individualurlauber
und wenige Pauschaltouristen. Schnelles Wachstum des Tourismus,
wie es viele Urlaubsregionen im Mittelmeer mit eilig hochgezogenen
Bettenburgen unwiderbringlich zerstört hat, ist auf Sardinien
nicht in Sicht.(Foto:
Englische Touristen im November 2003 in Palau)
|