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Livorno (Italien), 22. April 2005


Sardinienfähre in Livorno auf Sand gelaufen: Drei Jahre Moby gratis für die betroffenen Urlauber


In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist eine Fähre der Reederei Moby Lines im Hafen von Livorno auf eine Sandbank gelaufen. Die 21 deutschen Passagiere der "Moby Rider" haben die Nacht auf der Fähre verbracht und sind am nächsten Morgen zurück an Land gebracht worden. Die Stimmung an Bord sei trotz der vermasselten Überfahrt nach Sardinien gut gewesen, so eine Meldung der Moby Lines. Die Passagiere verbrachten die Nacht in ihren Campern, am frühen Morgen wurde ein Übersetzer zu den deutschen Urlaubern gebracht um die Situation zu erklären. Später wurden die Passagiere mit Booten an Land gebracht. Die Fähre konnte zunächst nicht geborgen werden, so dass die Passagiere auf die Rückgabe ihrer Fahrzeuge warten müssen.
Das Schiff war kurz vor Verlassen des Hafens bei schwerer See auf eine Sandbank gelaufen. Der Lotse des Hafens hatte kurz vorher das Schiff verlassen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist nach wie vor ungeklärt. Die Moby Rider war erst im März diesen Jahres überholt worden und war in technisch einwandfreiem Zustand. Der Kommandant der Moby Rider war bereits 2003 in ein Fährunglück verwickelt. Damals war die "Moby Magic" auf einen noch ungeklärten Gegenstand auf See geprallt. Nachdem schon mehrere Bergungsversuche fehlschlugen, soll die Fähre im Laufe des Freitagnachmittags bei Flut und ruhiger See an Land gezogen werden. Außerdem soll der Treibstoff aus der Fähre gepumpt werden, um das Schiff leichter zu machen.
Ein Trost bleibt den Passagieren, die am Freitag noch auf die Rückgabe ihrer Autos warteten: Moby Lines versprach Ihnen drei Jahre freie Fahrt auf allen Fähren des Reederers.



Text: Timo Gerd Lutz

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