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Existieren bisher nur als Bildmontage im Internet: Die Boing 737, mit denen Airfreedom demnächst abheben will.



Airfreedom im Internet:

www.airfreedom.it





 

Drei Tage nach Erscheinen dieses Artikels bei Sardinien.com hat die italienische Finanzpolizei die Webseite www.airfreedom.it in Verwahrung genommen. Wie die Tageszeitung "L'Unione Sarda" berichtet, geht es um geplatze Schecks und um kostenpflichtige Kundenkarten. Das Thema Airfreedom scheint sich also erledigt zu haben...


Airfreedom: Sardisches Luftfahrtabenteuer "kurz vor dem Start"

Kein Bord-Service, keine kostenlosen Getränke, kein Ticket und Buchung nur per Internet: Low-Cost Airlines machen die Anreise in viele Destinationen billiger. Viele Billig-Airlines haben Sardinien mit in ihr Programm genommen: schon seit einem halben Jahr fliegt HLX von Hannover und Köln nach Olbia und ab Donnerstag eröffnet Ryanair die Strecke Frankfurt/Hahn-Alghero.
Ein sardischer Unternehmer aus Olbia hat eine neue Fluglinie ins Leben gerufen, die eigentlich ab 24. November Ziele in ganz Europa anfliegen sollte. Airfreedom, so der Name der neuen Fluggesellschaft, nennt sich selbst die "echte Low-Cost-Qualitäts-Fluglinie", weil es zu Niedrigpreisen sogar einen Bordservice geben soll - bestehend nur aus sardischen Produkten. Aifreedom will Ziele in ganz Italien und in fast alle Länder Westeuropas anfliegen: Unter anderem von Olbia aus nach Berlin und von Cagliari nach München, Amsterdam, Zürich und Wien. Inzwischen hat Airfreedom sein Streckennetz sogar erweitert: von München ist zwar keine Rede mehr, im deutschsprachigen Raum sollen dafür aber auch Frankfurt-Hahn und Stuttgart angeflogen werden. Der Flughafen Hahn führt derzeit keine Gespräche mit Airfreedom, beteuert Maria Horbert, Pressesprecherin des Airports im Hunsrück. Ähnliches ist auch aus Baden-Württemberg zu hören: "Weder unserer Marketingabteilung noch unserem Flugplankoordinator ist irgendwas von Airfreedom bekannt", lautet die offizielle Reaktion des Stuttgarter Flughafens.
Noch im Oktober sagte der Geschäftsführer von Airfreedom, Eugenio Meroni gegenüber Sardinien.com, Airfreedom werde pünktlich starten. Neue Informationen würden in unregelmäßigen Abständen auf der Website veröffentlicht: "Das ist unsere Art von Werbung. Zweimal die Woche bringen wir etwas neues auf die Site, so schauen die Leute öfters bei uns vorbei."


Airfreedom im Internet: virtuelles Streckennetz für ganz Westeuropa

Inzwischen ist Meroni nicht mehr erreichbar. Auch die kostenlose Info-Hotline der Fluggesellschaft funktioniert im Moment nicht, ein Anrufbeantworter kündigt nur an, Airfreedom würde demnächst starten und Informationen solle man im Internet nachlesen. Noch vor acht Wochen antwortete auf derselben Nummer eine freundliche Telefonistin, die Buchungen entgegennahm. Den baldigen Start der Fluglinie kündigt derweil ein offener Brief an, den die Betreibergesellschaft von Airfreedom am 27. November in der sardischen Tageszeitung "L'Unione Sarda" veröffentlichte: "Airfreedom il progetto partirà presto", Airfreedom wird bald losfliegen. Ob dem wirklich so ist, wird sich zeigen. Das einzige Datum zum Start, das zur Zeit in der sardischen Presse kursiert, ist wenig präzise. Dezember soll es losgehen, meldet der Flughafen Olbia. Das sardische Luftfahrtabenteuer Airfreedom selbst lässt derweil nichts von sich hören. Vielleicht haben die Betreiber ja noch mit Behördenproblemen zu kämpfen. Noch ist Airfreedom nämlich bei keiner italienischen Handelskammer registriert.

 

Timo G. Lutz

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